Dieser Beitrag ist erschienen in freiesMagazin (Link) 05/2009 / Lizenz: GNU Free Documentation License (GNU FDL) (Link) / Autor: Martin Thoma.
Wenn Sie diesen Artikel weiterverwenden möchten, beachten Sie bitte die Lizenzbedingungen. Vielen Dank.RSS-Feeds: Technik und Nutzen kurz vorgestellt
von Martin ThomaRSS, ein Akronym für „Real Simple Syndication“ (Link), ist ein XML-Dialekt. Der RSS-Feed ist ein Service auf Webseiten, der den Titel, einen kurzen Textanriss (oder den ganzen Text) und einen Link auf den Artikel enthält. Durch eine automatische Benachrichtigung wird man über neue Artikel auf dem Laufendem gehalten. RSS-Feeds helfen, Zeit zu sparen und den Überblick zu wahren. Der Artikel soll eine kurze Einführung in diese Technik geben.
Warum ein RSS-Feed?
Einige Portale, wie Ikhaya (Link), stellen immer wieder Artikel online. Dank des RSS-Feeds muss man nun nicht mehr täglich überprüfen, ob es neue Artikel gibt. Man kann einfach den Feed abonnieren und wird umgehend über neue Artikel informiert. So spart man Zeit und kann Webseiten, die seltener neue Inhalte bringen, nicht vergessen. Man ist also mit minimalem Aufwand immer auf dem aktuellsten Stand.Wie funktionieren RSS-Feeds?
Bei der RSS-Technologie muss man zwischen dem Reader und dem Feed unterscheiden. Der Feed wird von der Website bereitgestellt, den Reader muss sich der Nutzer besorgen, um den Feed zu abonnieren. Dieser Reader greift später regelmäßig auf den Feed zu. Falls es einen neuen Eintrag im Feed gibt, informiert der Reader den Nutzer über diese Änderung. Damit jeder Reader jeden Feed lesen kann, gibt es Richtlinien, die das Format des Feeds bestimmen. Die bekanntesten sind Atom und RSS. Sie nutzen beide XML-Dateien, können von den meisten Readern gelesen werden und unterscheiden sich nur durch ihre Struktur. Will man den Unterschied der Formate verstehen, empfiehlt sich der Wiki-Beitrag bei intertwingly (Link).XML-Syntax eines RSS-2.0-Feeds
Unten findet man einen geringfügig abgeänderten Auszug aus dem RSS Advisory Board (Link), der zur Veranschaulichung ausreichen soll:<?xml version="1.0"?>Das Wurzelelement rss muss das Attribut version enthalten. Die neueste Version ist 2.0 (Stand: 17.04.2009). Im rss-Tag steht an erster Stelle das channel-Tag. Es enthält Metadaten wie den Titel des Feeds, den Link zu der Website, eine Beschreibung des Inhalts sowie die Sprache nach ISO 639-1. Es gibt einige optionale channel-Tags (Link). Nach dem channel-Tag folgen beliebig viele item-Tags. Ein item-Tag muss die Tags title und url und kann die Tags description, guid und pubDate beinhalten. In das Tag description kann man eine Beschreibung des Artikels einfügen, guid ist eine Zeichenkette, die das Element eindeutig beschreibt und pubDate beinhaltet ein nach RFC 822 aufgebautes Datum.
<rss version="2.0">
<channel>
<title>Liftoff News</title>
<link>http://liftoff.msfc.nasa.gov/</link>
<description>Liftoff to Space Exploration.</description>
<language>en-us</language>
<item>
<title>Star City</title>
<link>http://liftoff.msfc.nasa.gov/news/2003/news-starcity.asp</link>
<description>How do Americans get ready to work [...]</description>
<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 06:36:33 +0100</pubDate>
<guid>http://liftoff.msfc.nasa.gov/2003/06/03.html\#item573</guid>
</item>
</channel>
</rss>
Wie erstellt man einen RSS-Feed?
Die einfachste Methode einen RSS-Feed zu erstellen, ist das manuelle Hochladen einer Datei mit der Endung RSS oder XML. Nun sollte man noch auf allen anderen Seiten auf den Feed verlinken, sodass im Browser das RSS-Icon<link rel="alternate" type="application/rss+xml" title="[Feedtitel]" href="http://www.url.de/rss.php" />Will man die Besucher häufiger über Neuigkeiten auf der Website informieren, so sollte man sich eine Schnittstelle besorgen, mit dessen Hilfe man den RSS-Feed aktualisieren kann.
Welche Feed-Reader gibt es?
Feedreader sind leicht zu programmieren. Aus diesem Grund gibt es auch Unmengen davon (Feedrader im ubuntuusers-Wiki (Link), noch mehr Feedreader in der Wikipedia (Link)). Neben KDEs Akregator gibt es Liferea und viele weitere Alternativen in den Paketquellen. Mein Favorit ist jedoch der Google Reader in iGoogle, da er ein Webreader ist. Webreader sind eine Onlinevariation der RSS-Reader. So überprüft der Server, der den Webreader anbietet, ob neue Feedeinträge vorhanden sind. Diese werden gesammelt und dem Nutzer präsentiert. Durch Webreader ist man unabhängig von Neuinstallationen und die eigene Internetverbindung wird nicht unnötig belastet.Links
- http://de.wikipedia.org/wiki/Rss
- http://ikhaya.ubuntuusers.de/
- http://www.intertwingly.net/wiki/pie/Rss20AndAtom10Compared
- http://www.rssboard.org/files/sample-rss-2.xml
- http://www.rssboard.org/rss-specification\#optionalChannelElements
- http://wiki.ubuntuusers.de/Feedreader
- http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader
Autoreninformation:
Martin Thoma arbeitet an sieben Online-Projekten und nutzt seit einigen Jahren Feeds. Für ein CMS hat er eine Schnittstelle geschrieben, die es erleichtert, Feeds bereitzustellen.
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