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Salix OS 13.0 - Die süßeste Versuchung, seitdem es Slackware gibt


Im Brennpunkt - Ausgabe Nr. 6


Es gibt (mal wieder) eine neue Linux-Distribution: "Salix OS". Version Salix OS 13.0.1 wurde am 02.11.09 freigegeben. Warum das eine Meldung wert ist, wo doch ständig neue Linux-Varianten das Licht der Welt erblicken?

Zugegeben, die Nachricht ist hauptsächlich für Fans von Slackware Linux oder generell unixoiden Linux-Distributionen interessant. Wer Slackware als Linux-Projekt schätzt oder wer eine schnelle Distribution auch für ältere Rechner sucht, sollte ruhig mal weiterlesen ...

Salix wurde gegründet von Entwicklern der auf Slackware basierenden, recht bekannten Distribution Zenwalk. Im Mai diesen Jahres eskalierten Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Projektleiter Jean-Philippe Guillemin und einigen Team-Mitgliedern. In deren Folge der Projektleiter einen Entwickler aus dem Team ausschloss. Einige Team-Mitglieder waren über diese Aktion offensichtlich nicht besonders glücklich und haben den Entschluss gefasst, eine eigene, neue Linux-Distribution zu initiieren. Das war die Geburtsstunde von Salix.

Salix verfolgt ähnliche Ziele wie Zenwalk - und jetzt kommt das Entscheidende! - Salix will sich aber wieder stärker an dem Vorbild Slackware orientieren und zur „Mutter-Distribution“ vollständig kompatibel sein. Das hört sich gut an ;)

Salix basiert auf Slackware 13.0. Es bewahrt die Stabilität und Einfachheit von Slackware, bringt aber einige eigene Komfort-Features mit. Alles in allem erinnert das an die leider eingeschlafene Distribution „easys GNU/Linux“, die ähnliche Ziele verfolgte (Link).

Installation in drei Varianten

Salix bezeichnet sich selbst als „Bonsai-Distribution“ und präsentiert sich stilsicher mit einer einzigen Installations-CD, bietet aber mit der CD drei Installations-Varianten an: „full“, „basic“ und „core“.

In der Voll-Installations-Variante „full“ (es wird einfach alles installiert, was auf der CD drauf ist), wird ein Desktop-System mit XFCE, Firefox, Claws, OpenOffice.org, Java JRE, dem Paket-Management gslapt und einiges mehr installiert. Für jede Aufgabe ist jeweils nur eine Applikation vorgesehen. Was die angelegenheit für weniger erfahrene Anwender sehr übersichtlich macht.

Bei der zweiten Installations-Variante „basic“ werden nur XFCE, Firefox und gslapt installiert. Alles weitere wird dem Anwender zur Wahl gestellt.

Die dritte Installations-Variante „core“ beamt lediglich ein Minimalsystem ohne grafische Oberfläche auf die Festplatte. Diese Variante ist offenbar für Server vorgesehen.

Die Voll-Installation dürfte auf modernen Rechnern schätzungsweise etwa fünf bis zehn Minuten dauern. Nach der Installation kann das System natürlich mit zusätzlichen Paketen aus dem Online-Repo von Salix nachgefüttert werden. Das Salix-Team verspricht eine hohe Qualität dieser Pakete, die wegen der Kompatibilität mit Slackware auch von Slackware-Anwendern genutzt werden können. Auch das liest man gerne ;)

Salix wirbt kurz zusammengefasst mit:

  • Eine Anwendung pro Aufgabe
  • Vollständige Kompatibilität mit Slackware
  • Optimierung für den Desktop-Einsatz
  • Sehr schnelle Paketverwaltung
  • Einfache und vollständig lokalisierte Verwaltungs-Werkzeuge
  • Hübsches Artwork
  • Installations-ISO passt auf eine einzige CD
  • Drei Installations-Modi (full, basic, core)

Hört sich alles irgendwie an wie die „süßeste Versuchung, seitdem es Slackware gibt“ ;)

Links

Webseite Salix OS (Link)
Webseite easys GNU/Linux (Link)
Infoquelle: Meldung vom 16.09.2009 bei Pro-Linux (Link)

 

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