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OpenSolaris 2009.06 veröffentlicht


Im Brennpunkt - Ausgabe Nr. 4


OpenSolaris 2009.06 veröffentlicht


Sun Microsystems hat am 01.06.2009 eine neue OpenSolaris-Version freigegeben (Link). Für x86 steht wieder eine installierbare LiveCD zur Verfügung und erstmals auch eine AutoInstall-CD für SPARC-Plattformen und x86. OpenSolaris 2009.06 kann im OpenSolaris Download Center (Link) oder von verschiedenen Spiegelservern (Link) heruntergeladen werden.

Das Sun Device Detection Tool (Link) wurde in der Version 2.2 implementiert. Damit ist es möglich bereits vor der Installation zu prüfen ob die verwendete Hardware von OpenSolaris unterstützt wird.

Eine Anleitung zum System-Update findet sich in den Release Notes (Link).


Was gibt es Neues unter der Sonne?

Die Entwickler haben OpenSolaris 2009.06 (Link) um etliche Neuerungen erweitert.
Eine Auswahl aktueller Testberichte kann auf einer gesondert verlinkten Seite nachgelesen werden (Link).

Verbesserungen auf der Serverseite

Darunter befindet sich z. B. die Netzwerk-Virtualisierung mit Crossbow (Link), die neben virtuellen Netzwerkcontrollern (VNICs), Switches und LANs (VLANs) um Open-Solaris-Routing und eine Firewall ergänzt wurde. Dadurch wird es möglich eine Umgebung aus mehreren Computern an einem einzelnen Rechner nachzustellen. Dank der Crossbow-Technologie soll OpenSolaris nun besser mit intelligenten NICs zusammenarbeiten und kompatibel zu alten NICs bleiben.

Möglichkeiten zur Beobachtung des Netzwerkverkehrs wurden verbessert und erlauben es Administratoren und Entwicklern übliche Werkzeuge wie Ethereal und Snoop einzusetzen.VLAN IDs können an virtuelle Netzwerkadapter gekoppelt werden. CIFS arbeitet nun besser mit MS Windows zusammen. Zudem erleichtern es Pakete für Hochverfügbarkeitscluster mehrere OpenSolaris-Rechner zu einem Rechner-Verbund zusammenzuschalten.

Neuerungen auf dem Desktop

Auf der Desktopseite sind ebenfalls einige Neuerungen erwähnenswert. Firefox kommt in Version 3.1b3, die neue Schnappschuss-Administration im Time Slider ist unter anderem dabei hilfreich, schnelle Sicherungen des Home-Verzeichnisses zu erstellen (Link). Das aus der Linux-Welt bekannte Tool Codeina erlaubt die Verwendung zusätzlicher Media-Plugins aus dem Fluendo-Store (Link) und Elisa – seit kurzem umbenannt in „moovida“ (Link) - ist als neues Media-Center in OpenSolaris enthalten. Ein neues Time-Tracking-Werkzeug hilft Anwendern ihre Arbeits-Stunden zu kontrollieren. Auch der Paketmanager wurde sichtlich überarbeitet: er glänzt nun mit einer schnelleren Startzeit und einer optimierten Such-Funktionalität, die jetzt auch mehrere Repositorien einbeziehen kann.

Sonstiges

OpenSolaris 2009.06 bekam neben der Unterstützung für SPARC-Plattformen auch eine Unterstützung für die neuen Nehalem-Prozessoren. Zudem ergänzten die Entwickler das freie OpenSolaris um Treiber für Wlan-Chipsätze und Grafikkarten. Entwickler können sich über aktuelle PHP and MySQL DTrace Probes, JavaFX, Linux- und BSD-Kompatibilität der libc und Git freuen.


Einige bekannte Bugs

So ist es z. B. möglich ein System zu installieren, das kein Passwort hat, womit es dann im Desktop-Betrieb aber Probleme gibt, da GDM keinen Login ohne Passwort zulässt. Wie man das Problem behebt, wenn man bei der Installation vergessen hat ein Passwort zu setzen, kann man in den Release Notes nachlesen (Link). Auch ist es nicht möglich ein System neu zu installieren, wenn es bereits einen ZFS-Pool namens 'rpool' gibt. Weniger als 8 GB sollte Slice 0 auch nicht haben, wenn man die AI-Version einsetzt. Diese wird dann nämlich die Installation verweigern. Wer ein Dualboot mit Linux verwendete, sollte darauf achten, dass die Swap-Partition nicht als primäre Partition vorliegt. Sonst gibt es damit einige Probleme. Eine Aufstellung der restlichen bekannten Installationsfehler findet sich ebenfalls unter den Release Notes (Link).

Erste Kritikpunkte

Leider hat sich am relativ hohen RAM-Verbrauch immer noch nicht viel getan. 512 MB sind für ein 32bit-System absolutes Minimum und ein 64bit-System lässt sich nicht installieren, wenn weniger als 1000MB RAM zur Verfügung stehen. Stehen weniger als 700MB RAM zur Verfügung, erstellt der Installer automatisch ein Swap-Device. Siehe dazu auch die Diskussion zur Installation auf Systemen mit wenig Speicher (Link) wobei darauf hingewiesen werden sollte, dass mit „wenig Speicher“ immer noch mindestens 512 MB gemeint sind.

Fazit

Es bleibt spannend. OpenSolaris verfolgt weiter konsequent den Kurs, traditionelles Unix mit komfortablen Elementen aus Linux zu verbinden. OpenSolaris wird für den Desktop immer interessanter. Die Firma Oracle hat jedoch kürzlich Sun übernommen, Was diese Übernahme an negativen oder gar positiven Impulsen für die Weiterentwicklung von OpenSolaris bedeutet bleibt abzuwarten. Das neue OpenSolaris 2009.06 hat jede Menge Neuerungen und Verbesserungen an Bord und macht auch auf Laptops inzwischen eine immer bessere Figur.


Quellen:


Meldung bei OpenSolaris-Blog.de (Link)

Meldung vom 01.06.2009 bei Prolinux.de (Link)

OS News zum Release vom 01.06.2009 (Link)

What's new in OpenSolaris 2006-09: Videoclip von Sun (Link)

 

 

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