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Dieser komprimierte Beitrag geht zurück auf ein ausführlicheres, englischsprachiges Tutorial von Joerg Moellenkamp bei c0t0d0s0.org (siehe unten unter: Quellen). Die Veröffentlichung dieses modifizierten Beitrages auf Deutsch erfolgt mit seiner freundlicher Genehmigung.
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pfexec - execute a command in a profile
Das Kommando pfexec unter (Open)Solaris kann man als funktionelles Pendant zum Kommando sudo betrachten. pfexec bedeutet: „execute a command in a profile“. pfexec wird einem Kommando vorangestellt und führt so Befehle mit vordefinierten Prozesseigenschaften aus, beispielsweise mit spezifischen Benutzer- und Gruppen-IDs.
Die Vorteile von pfexec sind:
1) pfexec funktioniert ohne Vergabe eines Root-Passworts
2) Mit pfexec kann der Benutzer (User) sofort arbeiten.
Dem ersten User, der bei der Installation von OpenSolaris 2008.x angelegt wird, wird automatisch das "Primary Administrator Execution Profile" (Administrator-Rechte-Profil) zugewiesen. Somit hat dieser User vordefinierte Root-Rechte unter denen er bei Bedarf sofort arbeiten kann.
Mit dem folgenden Befehl erhält dieser User eine Rootshell, wenn er nicht ständig vor jedem einzelnen Kommando pfexec eintippen möchte:
$ pfexec bash
Mit diesem Befehl werden die IDs angezeigt:
# id
Zu sehen sein dürfte dann etwas ähnliches wie:
uid=0(root) gid=0(root) groups=10(staff)
Das raffinierte ist, dass der Administrator einerseits kein extra Root-Passwort vergeben muss, um einem bestimmtem User eine Rootshell zur Verfügung zu stellen. Es genügt wenn diesem User das "Primary Administrator Excecution Profile" zugewiesen wurde. Andererseits, um die zugewiesenen Root-Rechte wieder zu entziehen, muss dem User lediglich das "Primary Administrator Execution Profile" entzogen werden. Das Anlegen und Löschen von Root-Passwörtern entfällt damit.
Quellen:
man pages bei docs.sun.com: pfexec(1) – execute a command in a profile: Link
Tutorials bei c0t0d0s0.org: Less known Solaris features: pfexec: Link
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